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Eine tolle Motorradreise ging los, vorbei und zu Ende. Und … jaaaa doch … Eigenlob stinkt … aber das haben wir (Chef Jürgen und ich) schon sehr fein organisiert. Perfekt möchte man sagen.  Samstag Morgen 7:00 Uhr MEZ: Ich habe den Helm auf, die Handschuhe an und steige auf meine am Vorabend gepackte Triumph. Drehe den Schlüssel, sehe Licht, Selbstcheck, drücke auf den Starter und es passiert … NICHTS. Kein Anlasser, kein Motorstarten. Leichte Panik macht sich breit. 11 Tage Urlaub mit Gästen sollte JETZT beginnen. Kurz überlegt, Gepäck runter, Batterie mit dem Auto starten, losfahren, aber dann … wird die Triumph zuverlässig durch die Reise fahren? Kaum. Also Gepäck runter und die Husqvarna gesattelt. Tankrucksack umgepackt, gerade noch an den Fahrzeugschein gedacht. 15 Minuten später starte ich und bin rechtzeitig am Treffpunkt, wohlwissend, dass die Fähre nach Korsika auf die Triumph gebucht ist und mein Hinterreifen mich nicht durch den Urlaub bringt. Wir nehmen die Gäste in Empfang und los geht es mit einer Butterbrezel und harmonisch guter Laune im Magen. Durch die Schweiz, über Pässe, durch Italien und 2 Tage Spaß und gutes Wetter nach Savona, wo wir uns einschiffen. Sonntag: Die Cagiva braucht einen Liter Motorenöl und es kostet ein bisschen Mühe diesen an einem Sonntag zu finden. Problem gemeistert. Unterwegs pausieren wir an einem UNESCO Weltkulturerbe und essen auch noch vorzüglich.  Montag: Nach einem wunderbaren Frühstück am Meer von Korsika brausen wir an der Küste entlang bis …. splung …. der Gaszug an der Cagiva reisst. Zwangspause und Notmontage, sprich Bastelei an einem schönen Aussichtspunkt mit Meerblick und Sonnenschein. 2 fahren los und holen uns allen eine schöne Picknickmahlzeit. Es geht uns prima, wir planen die Tagesetappe um, stärken uns beim Zuschauen des fiebrig bastelnden Cagiva-Fahrers und fahren dann langsam zurück nach Bastia um einen neuen Gaszug fachmännisch und stabil an einer uns bekannten Motorradwerkstatt zu kaufen und einzuziehen. Es geht nichts über Ortskenntnis. Die Übernachtung in einer urigen alten Mönchsunterkunft ist ein Volltreffer. Dienstag: Ich fahre eine andere Strecke als die Gruppe, bereite an unserer Unterkunft alles vor und organisiere mir für den nächsten Tag einen Hinterreifen. In der Zwischenzeit fährt M. auf der BMW K1300 mit seiner Sozia so stark in die Kurven, dass es seinen Schalthebel verbogen und angeschliffen hat. Das Schalten ist schwierig. Aber die Laune ist fantastisch und die Gruppe hatte einen unheimlich guten Tag. Mittwoch Morgen 9:00 Uhr MEZ: M. und ich stehen an der Motorradwerkstatt. Ich bekomme einen neuen Hinterreifen. M. bekommt eine kurze Ummontage und legt seine Fussrasten und den Schalthebel höher. Wir starten etwas später in die Tagestour und keiner kommt zu kurz. Jeder ist beeindruckt von der Schönheit der Insel. Donnerstag: M. fällt beim Parken sein Motorrad auf die Seite. Kupplungshebel und Fahrerfussraste bricht ab. Der Kupplungshebel behindert ihn, aber er kann mit dem Stummel fahren. Für die Fussraste wird meine Husqvarna ausgeschlachtet und M. fährt fortan mit meiner hinteren Fussraste. Freitag: Wir fahren hintenrum nach Bonifacio. Unterwegs fällt das Kennzeichen mitsamt der Halterung an der Ducati ab und wir können es gerade noch an den Kabeln hängend retten. Gut Kabelbinder dabei zu haben. Die Zeit in Bonifacio ist interessant, schön und geschichtsträchtig. Abends kochen wir für die Gruppe, solange sie auf der Terrasse in der Abendsonne sitzt, auf das Meer schaut und dem Pastis frönt. Samstag: Keine Vorkommnisse! Kein Schrauben!! Einfach nur ein ganz tolle Strecke über die Bavella zum Fischessen am Meer. M. mit Sozia und S. wollen den schnellen Weg zurück und so teilen wir uns auf und wir fahren nur zu dritt die lange Strecke und durch einen wunderbaren Wald zurück. Wir haben sehr viele Sinneseindrücke und Spaß. Gut 2 Guides mit Ortskenntnis zu haben. So ist jeder am Abend glücklich. Sonntag: Wir fahren schön zur Fähre und geniessen nochmals viele Kilometer auf guten Straßen, wenigst Verkehr und atemberaubenden Aussichten. Auf der Fähre sitzen wir vergnügt in der Sonne und entspannen in den Liegestühlen. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir unser Hotel mit eigener Garage für unsere treuen Gefährten und werden vorzüglich bekocht. Montag: Keine Vorkommnisse technischer Art! Wir fahren durch leichten Nieselregen immer Richtung Norden und dem Gardasee. Das Wetter wird wieder besser und das 4-Gänge-Menü am Abend beschert uns einen schönen kulinarischen Ausgang dieser Reise. Die alte Africa Twin bekommt den Zuverlässigkeitspokal. Die Aprilia Caponord war zuverlässig trotz Fehlermeldungen auf dem Display. Dienstag: Der letzte Pass, der letzte gemeinsame Spaß und schweren Herzens trennt sich die Gruppe im Allgäu in verschiedene Richtungen auf und jeder findet seinen Weg nach Hause. Fazit: Korsika hat wieder viel Spaß gemacht. Es war eine tolle harmonische Truppe.
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Reisebericht Korsika 2015
Autor: Dagmar/2015